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Sexualität im Alter

Sexualität – lange Zeit ein Tabuthema

Viele Menschen – insbesondere jüngere – haben die falsche Vorstellung, Sexualität spiele mit fortschreitendem Lebensalter eine immer geringer werdende Rolle und werde schließlich bedeutungslos. Es mag daran liegen, dass Sex im Alter für viele immer noch ein Tabuthema ist.

Doch darf man davon ausgehen, dass sich das bald ändern wird. Denn nun erreichen immer mehr Menschen das Seniorenalter, die vom gesellschaftlichen Wandel nach der sexuellen Revolution geprägt wurden. Sie erlebten Ende der 60-ger Jahre die sexuelle Befreiung, die ja maßgeblich mit der Marktreife der Pille möglich wurde. Die öffentliche Sexualmoral änderte sich und wurde enttabuisiert.

Sexualität – lebenslänglich

Inzwischen ist bekannt: Sexualität begleitet uns ein Leben lang. Studien belegen, dass immer mehr ältere Menschen auch im Seniorenalter ein aktives Sexualleben haben. Befragungen ergaben, dass Frauen dabei eine höhere sexuelle Zufriedenheit erreichen als Männer. Letztere beklagten gar deren Abnahme.

Dazu einige Zahlen: Eine Studie der Universität Göteborg wies aus, dass zur Jahrtausendwende 98 Prozent der 70-jährigen Ehemänner und 56 Prozent der Ehefrauen ein aktives Sexualleben hatten. Bei ledigen Senioren lag der Prozentsatz bei den Frauen bei 13 und bei den Männern bei 54 Prozent.

Zwar nimmt – je älter wir werden – die Häufigkeit sexueller Kontakte ab doch bekommt eine für beide Partner befriedigende Gestaltung des gemeinsamen Zusammenlebens eine zunehmende Bedeutung. Die intime Beziehung wird als Ausdruck von Zärtlichkeit und körperlicher und emotionaler Nähe verstanden.

Wandel der Rollenverteilung bei der sexuellen Aktivität

Bezüglich der Alterssexualität ändert sich die Rollenverteilung. Früher blieben Männer länger sexuell aktiv während sich die Frauen nach dem Klimakterium zurückzogen. Nun akzeptieren immer mehr Frauen nicht, asexuell ins Alter zu gehen – Tendenz steigend.

Das sexuelle Interesse nimmt bei Frauen bis zum 35. Lebensjahr zu und hält sich dann über viele Jahre auf diesem Niveau. Umfragen zeigten auf, dass gut ein Drittel der Seniorinnen zwischen 60 und 80 Jahren noch Sex haben. Auch Selbstbefriedigung ist nicht tabu und stellt durchaus eine Option für ihr Sexualleben dar.

Halten wir fest: nicht jeder hat einen Partner. Da Männer eine kürzere Lebenserwartung haben als Frauen, bleiben letztere im Alter oft allein. Sexualität und Erotik kommen dann – zunächst einmal – zu kurz. Darf es in dieser Situation wirklich tabu sein, seine Körperlichkeit und Sinnlichkeit selbst zu erkunden?

Die Auswirkungen des Klimakteriums

Die hormonelle Veränderung in den Wechseljahren führt dazu, dass Frauen zwar weniger häufig Lust auf Sex haben. Das ändert aber nichts daran, dass sie auch nach dem Klimakterium erregbar bleiben. Die Fähigkeit zum Orgasmus ist mitunter sogar besser und bleibt bis ins hohe Lebensalter unbeeinträchtigt.

Mit den hormonellen Umstellungen im Klimakterium nimmt die Lubrikation ab, die Scheide wird trocken. Die Haut von Vulva und Vagina wird dünner, empfindlicher und leichter verletzlich, was den Geschlechtsverkehr erschweren kann. Besonders unangenehm wird es, wenn in der Folge gar Schmerzen beim Verkehr auftreten (Dyspareunie).

In der Menopause hat Sex für Frauen und Männer im Seniorenalter einen unterschiedlichen Stellenwert. Eine Untersuchung der Universität Rostock zeigte, dass dieser bei 61 Prozent der 74-jährigen Männer eine wichtige Rolle spielt, aber nur bei 21 Prozent der befragten Frauen.

Alters-Sexualität mit neuen Facetten

Sexualität zeigt sich mit neuen Facetten: Zärtlichkeiten rücken in den Fokus und stehen bei beiden Gruppen hoch im Kurs. So gibt diesen 91 Prozent der Männer und 81 Prozent der 74-jährigen Frauen eine besondere Bedeutung. Der Wunsch, sich gegenseitig körperlicher Nähe zu versichern, ist größer als der nach dem Akt als solchem.

Mit zunehmendem Lebensalter kommen vermehrt körperliche und seelische Veränderungen vor und führen zu Einschränkungen. Diese nehmen auch Einfluss auf das Sexleben – beim Mann mehr als bei der Frau. Nicht wenige ältere Menschen finden das störend und leiden darunter. Bei den Frauen handelt es sich dabei oft um Probleme nach dem Klimakterium, bei Männern steht die Frage der Potenz im Mittelpunkt.

Etwas genauer: Eine amerikanische Studie zeigte bei den befragten Frauen in 43 Prozent ein vermindertes sexuelles Verlangen, in 39 Prozent eine trockene Scheide und in 34 Prozent die Unfähigkeit, einen Orgasmus zu erreichen. Bei den befragten Männern wirkte sich die erektile Dysfunktion mit 37 Prozent als besonders störend im Sexualleben aus. 14 Prozent gaben an, mit Medikamenten und anderen Mitteln dagegen anzugehen.

Sex im Alter

Wie ändert sich der Sex im Alter? Feststeht: Es gibt durchaus einige Vorteile. Man kann entspannter mit der Sexualität umgehen. So braucht man sich keine Gedanken mehr um die Verhütung zu machen. Wünsche, Ansprüche und Bedürfnisse beim Sex wandeln sich. Einen Orgasmus zu bekommen oder die Partnerin oder den Partner bis zum Höhepunkt zu bringen, verliert an Bedeutung. Und das heißt: weniger Druck.

Männer über 40 Jahre haben seltener einen vorzeitigen Samenerguss. Damit dauert das Liebesspiel länger und wird als befriedigender empfunden. Der Testosteronspiegel sinkt. Eine Folge davon ist, dass Senioren mit der Erektion Probleme bekommen. Dem Vorspiel wächst damit im „reifen Sex“ eine besondere Bedeutung zu.

Bei reiferen Frauen nimmt die Fähigkeit, zum Orgasmus zu kommen, eher zu. So zeigte eine schwedische Studie, dass 70-jährige Seniorinnen mit ihrem Sexualleben „ausgesprochen zufrieden“ waren. Sie gaben an, gerade im Alter regelmäßig oder in Einzelfällen einen Orgasmus erlebt zu haben. Dabei fällt nicht ins Gewicht, dass die Erregung langsamer abläuft und es länger dauert, bis die Scheide feucht wird.

Die leidigen Störfaktoren

Welche Störfaktoren beeinträchtigen den Sex? In erster Linie sind hier neben Erektionsproblemen und Schmerzen beim sexuellen Verkehr Krankheiten – wie z.B. Schilddrüsenleiden, Bluthochdruck, Diabetes mellitus und Gefäßleiden – zu nennen. Auch wirken altersbezogene chronische Schmerzen, die Folgen von Operationen, Inkontinenz, die Nebenwirkungen von Medikamenten – wie z.B. bei Psychopharmaka und Blutdrucksenkern -, seelische Probleme, Ängste und partnerschaftliche Probleme störend.

Nicht zu vernachlässigen ist auch die innere Einstellung. Wenn man sich lange genug einredet, zu alt für den Sex zu sein, dann wird man kaum noch miteinander schlafen. Auch können überholte moralische Vorstellungen und Scham über das veränderte Körperbild nachhaltig stören.

Sexuelle Aktivität hält fit

Dabei ist ein erfülltes Sexualleben für uns alle so wichtig. Es hält uns fit bis ins hohe Alter. Nachweislich kann es dazu beitragen, unsere kognitiven Fähigkeiten länger zu erhalten und ist eine wichtige Quelle für unsere Lebensenergie, unsere partnerschaftliche Gemeinschaft und unser Selbstwertgefühl.

Ein aktives Sexualleben ist für ältere Damen ein Gesundbrunnen

Ein aktives Sexualleben ist gesund, insbesondere für ältere Frauen. Diese können dabei – wie Studien zeigten – mit intensiven Orgasmen das Risiko von Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Forscher vermuten, dass dafür Hormone verantwortlich sind, insbesondere das Oxytocin.

Beim Orgasmus wird Oxytocin in hoher Dosis freigesetzt. Es gilt als Multitalent unter den Hormonen, bereitet dem Eisprung den Weg und sorgt für eine Kontraktion der Gebärmuskeln. Zudem wird es als Antistresshormon angesehen und erleichtert die Paarbildung (für Frauen wie Männer). Oxytocin ermöglicht, dass wir uns in eine starke soziale Bindung begeben und wird von manchen „Treuehormon“ genannt.

Zudem wird beim Orgasmus das Hormon Prolaktin freigesetzt. Es gilt als das Befriedigungshormon und lässt zudem die Nerven im Gehirn sprießen. Es macht Männer nach dem Sex müde und lässt Frauen sich an den Mann kuscheln.

Sex kann Männer krank machen

Eigentlich ist es kontraproduktiv, wenn Männer dem Sex einen so großen Stellenwert einräumen. Denn es hat sich abgezeichnet, dass dieser für die männlichen Altersgenossen ein Gesundheitsrisiko werden kann. Es drohen nämlich Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Blutdruck erhöht sich, die Herzschlagfolge beschleunigt sich, und das C-reaktive Protein im Blut – ein Entzündungswert – steigt an.

Es hat zur Folge, dass ältere Männer, wenn sie einmal pro Woche oder häufiger Sex haben, ein fast doppelt so hohes Risiko für Herz- Kreislauf-Erkrankungen haben wie sexuell inaktive Altersgenossen. Binnen fünf Jahren kommt es bei ihnen nahezu doppelt so häufig zu einem Herzinfarkt. Und es kommt noch schlimmer: Wird der Sex von ihnen als besonders befriedigend empfunden, treten vermehrt Herzattacken, Bluthochdruck und Schlaganfälle auf.

Dafür gibt es mehrere Ursachen. Zum einen ist es der Rückgang des männlichen Sexualhormons Testosteron, zum anderen bedeutet Sex für Senioren Stress. Da gibt es ja die Probleme mit der Erektion oder einen Orgasmus zu bekommen. Und dann mangelt es häufig auch noch – und das gar nicht so selten – an ausreichender körperlicher Energie. Kommen nun vielleicht auch noch Nebenwirkungen von Medikamenten, die sie gegen Erektionsstörungen einnehmen, hinzu, steigt das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen dramatisch an.

Worauf kommt es bei der Sexualität im Alter an?

Worauf kommt es bei der Sexualität im Alter an? Ich denke, die Ansprüche daran müssen angepasst werden. Ältere Menschen haben mehr Zeit und die Chance, mit ihrer Sexualität ohne Leistungsdruck und Störungen entspannt umzugehen. Nicht die Häufigkeit von Geschlechtsverkehr und Orgasmen, sondern deren Qualität ist entscheidend.

Nicht der Akt an sich ist entscheidend, sondern vielmehr körperliche Nähe und Wärme, Berührungen, Phantasien und der Austausch von Zärtlichkeiten. Das kann auch bleiben, wenn ein Paar für sich bewusst den Sex abgehakt hat. Es geht doch darum, gemeinsam eine Form zu finden, die für beide befriedigend ist. Konflikte drohen allerdings, wenn die Partner keine parallele Entwicklung nehmen und nur noch einer von Ihnen Lust auf Sex hat und der andere nicht.

Hilfen bei sexuellen Störfaktoren sind oft möglich

Viele altersbezogenen Störfaktoren kann man angehen. So helfen bei Erektionsstörungen PDE-5-Hemmer (z.B. Viagra®), die urethrale Verabreichung von Prostaglandin oder eine Schwellkörper-Auto-Injektionsbehandlung. Auch können physikalische Mittel wie ein Penisring zur Verstärkung und Verlängerung der Erektion zum Einsatz kommen. Doch bitte nutzen Sie diese Möglichkeiten nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt!

Bei einer engeren, trockenen Scheide können geeignete Gleitcremes diese Störung weitgehend beheben. Aber auch hier gilt es, zunächst Rücksprache mit dem behandelnden Arzt oder Ihrem Apotheker zu nehmen, um Unverträglichkeiten möglichst zu vermeiden.

Schmerzen beim sexuellen Verkehr können viele Ursachen haben. Arthrosen, Folgen nach Operationen und Bestrahlungen liegen nicht selten zugrunde. Scheuen Sie nicht ein Gespräch mit Ihrem Arzt und reden Sie über alles ohne Tabu. In vielen Fällen kann eine befriedigende Lösung gefunden werden. Seien Sie auch offen für andere Stellungen beim Sex. Vielleicht klappt es dann ja mit weniger Schmerzen.

Nicht unerwähnt soll der Störfaktor Inkontinenz bleiben. Davon können beide Geschlechter betroffen sein. Sex ist hier zwar grundsätzlich möglich, doch es kommt zu keinem Kontakt, weil man sich schämt und wie man es peinlich findet. Also verzichtet man schließlich darauf. Bitte jetzt nicht verzweifeln. Sprechen Sie offen mit Ihrem Arzt darüber; vielleicht kennt er ja eine Lösung.

Zu guter Letzt

Zum Schluss sei festgestellt, Sexualität im Alter ist anders als in jüngeren Jahren. Ihre Schwerpunkte verlagern sich, aber sie begleitet uns ein Leben lang. Es geht dabei weniger um die schnelle Befriedigung von Lust, vielmehr um Emotionen und die Sehnsucht nach Bindung und Selbstbestätigung. Dazu müssen wir stehen, mit unserem Partner offen darüber kommunizieren und einen gemeinsamen Weg finden. Nicht der Akt, nicht die Zahl der Orgasmen, sondern eine intime Partnerschaft mit Zärtlichkeit und gegenseitige körperliche Nähe rücken in den Vordergrund. Und damit macht es Spaß, uralt zu werden.

Veröffentlicht unter Allgemein

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